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Mit Olaf Bossi, Stefan Danziger und Quichotte (alle Jury-Auszeichnungen) sowie Thomas Schreckenberger (Publikumsfavorit) hatte die 11. Auflag des Kleinkunstpreises „Schlumpeweck“ vier würdige Preisträger zu bieten.

Allesamt erhielten in einer von Lars Redlich moderierten Gala in der Kulturscheune neben einem Preisgeld von jeweils 2000 Euro auch eine wertvolle Bronzeskulptur des im Mittelpunkt stehenden Gebäcks.

KuSch-Hausherr Jörg Michael Simmer hatte am Freitag nach dem letzten Wettbewerbsbeitrag vom bislang besten Jahrgang des Preises gesprochen, den es seit 2008 gibt. Warum, das wurde bei der Preisverleihung mehr als deutlich. Stefan Danziger, ein echter Typ auch abseits der Bühne, den die Jury für eine neue und blitzgescheite Form der Geschichts-Comedy auszeichnete, nahm sich in seinem Kurzauftritt der Frage an, wie eigentlich Preußen entstanden ist. Dabei fand er heraus, dass hier die Wurzeln für das Image von Berlin (Partystadt und pleite) gelegt wurden.

Olaf Bossi kann Melancholie zum „Mitsing-Ding“ machen. Emotional berührend, aber nie kitschig: Es sind bei ihm die leisen, aber nicht minder lustigen Töne und Texte, die aufhorchen lassen. Kostproben gab der „Fünf-Achtel-Italiener“ mit seinen Liedern über „1000 Schuhe“ und den „Schönsten Urlaub aller Zeiten“, der natürlich bei ihm im Chaos endet.

Optisch erinnert Quichotte eher an einen rappenden Rabauken. Doch der Kölner mit seiner obligatorischen Basecap auf dem Kopf erzählt überaus originelle Geschichten – manchmal auch improvisiert wie bei der Preisverleihung, als er 15 wahllose Begriffe des Publikums zu einem genialen Spontan-Rap mit seiner Loop-Station verarbeitete.

Publikumspreisträger wurde mit Thomas Schreckenberger ein Vertreter jener Künstlergruppe, die politisches Kabarett zeitgemäß und ohne erhobenen Zeigefinger servieren. Intelligenter Witz, geschickt eigesetzte Parodien und ein Blick auf das Weltgeschehen, der das Große und Ganze genauso wie den gesellschaftspolitischen Mikrokosmos beleuchtet – wie das trefflich funktioniert, zeigte der Stuttgarter auch bei seinem Kurzauftritt am Sonntag.

In die hohe Qualität der Preisträger fügte sich Moderator Lars Redlich, selbst Schlumpeweck-Gewinner 2013, bestens ein. Musik-Comedy mit garantierten Zwerchfell-Attacken – das zeichnet das Berliner Allround-Talent aus. Etwa, wenn er über ein katastrophales „Date mit einer Veganerin“ berichtet oder nächtliche Kämpfe mit Moskitos thematisiert.

Und er weiß: „Der Weck ist das Ziel“ – und mit dieser von ihm selbst verfassten Schlumpeweck-Hymne endete eine denkwürdige Preisträger-Gala in der KuSch.
(Fotos: Gert Fabritius, Titefoto: Stadtwerke)

 

 

 
Autor
Jörg Michael Simmer

jms2016

Jörg Michael Simmer ist seit 2001 Vorsitzender des Vereins "Herborner Heimatspiele e.V.", dem er seit seiner Gründung 1990 angehört. Er ist für die Programmzusammenstellung in der Kulturscheune verantwortlich und seit 1984 aktiver Schauspieler.
 

 

 

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Die KulturScheune Herborn lädt in Verbindung mit dem Stadtmarketing, der Sparkasse Dillenburg, der Firma Rittal sowie der Friedhelm-Loh-Group zur Teilnahme am Wettbewerb um den Herborner Klein­kunstpreis "Schlumpeweck" ein.

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