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Die Gitarrendichte war hoch bei der ersten Ausgabe des Songslam Hessen in der Kulturscheune Herborn. Jeder der teilnehmenden Künstler hatte mindestens eines der Saiteninstrumente im Gepäck.

Die Premiere des neuen Formats gewann letztlich der Kölner Max Madjé. 

In den von Tilman Döring und Stefan Dörsing moderierten Abend startete der Frankfurter Ole Bechtold. Sein etwas kryptisch anmutender Song „Wenn Tabak zu Glut wird“ kam bei der siebenköpfigen Jury, deren höchste und niedrigste Wertung (maximal zehn Punkte waren möglich) gestrichen wurde, auf einen Wert von 31,7.

Das reichte ebenso wenig zum Finale wie die beiden Beiträge der kurzfristig eingesprungenen Gießener Formation „Billi und die Müllmafia“. Sie setzten sich, gesanglich ausbaufähig, mit den „Zombies nebenan“ und einem zerbrechlichen Partner auseinander. Dafür gab es nur 28,8 Punkte.

Der erste, der das Publikum dann wirklich mitnahm, war Stevie Maine, ebenfalls aus Gießen. Etwas psychodelisch angehaucht erhielt der Vertreter der Subkultur mit „Komm‘“ immerhin 41,0 Zähler. Die jedoch reichten nicht zum Sprung in die Dreier-Endrunde.

Denn bereits die nächste Starterin, Sarah Böttcher aus Siegen, überflügelte ihn mit 44,5 Punkten für „Danke, dass du da bist“, das sie mit äußerst zerbrechlich zarter Stimme in die Herzen der Besucher trug. Ganz anders der zweite Finalist und spätere Sieger, Max Madjé aus Köln. „Du bist die Melodie, die mir aus der Seele spricht“, ließ er den Saal wissen und kam, im Gesangsstil frappierend an den jungen Xavier Naidoo erinnernd, auf 44,7 Punkte.

Mit „robust romantisch“ waren es im Anschluss Helea Wilcke und Adele Franz, die eigentlich aus Frankfurt stammen und mit ihren beiden Nummern, darunter ein dringend nötiger Anti-Stress-Song, zwar am Zeitlimit kratzten, letztlich aber durch überaus harmonischen Gesang andeuteten, dass da auch in Richtung Plattenkarriere etwas gehen könnte. 48,0 Zähler waren der Topwert in der Vorrunde.

Allerdings: Im Finale reichte „Weil du mich besser kennst“ nur zu Platz zwei, trotz Wohnzimmerkonzert-Atmosphäre am Bühnenrand. Denn Max Madjé, hatte mit seiner Frage „Hast du Zeit?“ und seiner Analyse des anders Seins („Zu dunkel für hier, zu deutsch für dort“) am Ende etwas mehr Applaus auf seiner Seite. Sarah Böttcher landete mit ihrer Siegen-Hymne auf Rang drei des ersten SongSlams in der KuSch, bei dem man sich etwas mehr musikalische Vielfalt sowie eine Prise Humor in den Liedern gewünscht hätte.
(Fotos: Jan Heesch)

 

 

 
Autor
Jörg Michael Simmer

jms2016

Jörg Michael Simmer ist seit 2001 Vorsitzender des Vereins "Herborner Heimatspiele e.V.", dem er seit seiner Gründung 1990 angehört. Er ist für die Programmzusammenstellung in der Kulturscheune verantwortlich und seit 1984 aktiver Schauspieler.
 

 

 

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