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Es war ein kollektives Aha-Erlebnis, das die Besucher in der KuSch erfasste. Abenteurer Arved Fuchs war erstmals zu Gast und hatte dort so viel Faszinierendes zu erzählen, dass man förmlich an seinen Lippen klebte.

Der Mann aus Bad Bramstedt, der vor rund 30 Jahren als erster Mensch binnen eines Jahres beide Pole der Erde zu Fuß erreicht hatte, berichtete in über zwei Stunden Vortrag über seine Erlebnisse am Kap Hoorn bzw. in der Antarktis. Basis dafür war seine letzte große Ein-Jahres-Expedition zwischen Sommer 2015 und Mitte 2016. Doch auch Rückblicke auf frühere Touren flossen in den Vortrag ein.

Etwa der Rückgriff auf eine waghalsige Aktion des Jahres 1984, als Fuchs und ein Freund im Paddel-Faltboot das Kap Hoorn umrundeten. „So etwas würde ich heute wohl nicht mehr machen“, gab der Abenteurer freimütig zu, der in über drei Jahrzehnten auf Tour mehrere Male einen Drahtseilakt zwischen Tod und Leben überwunden hat.

Stürme in der Antarktis, lebensgefährliche Expeditionen auf den Weltmeeren – Fuchs hat viel erlebt. Doch er ist nicht der Publicity wegen unterwegs, sondern inzwischen hat er sich mit seinem Team der Forschung verschrieben. Und ganz nebenbei wirkt er im Kampf gegen Umweltsünden natürlich auch als Multiplikator. Seine Stimme hat Gewicht, etwa dann, wenn er die Plastikmüll-Verschmutzung der Meere geißelt.

Denn, wenn der Mensch so weiter macht wie bisher, dann wird es irgendwann keines dieser atemberaubend schönen Bilder mehr geben, die Arved Fuchs in seinem Vortag präsentierte, der eine Mischung aus Film- und Fotoaufnahmen bot.

Der bekennende Norddeutsche ging auch auf die bewegende Geschichte des englischen Abenteurers Sir Ernest Shackleton ein, der vor rund 100 Jahren beim Versuch, die Antarktis zu durchqueren mit seinem Schiff, der Endurance, im Eis festfror und erst nach über einem Jahr unter teilweise abenteuerlichen Rettungswegen das ewige Eis mit seiner kompletten Mannschaft wieder verlassen konnte. Typisch Fuchs: Er hatte sich ein Boot Shackletons nachbauen lassen und stellte vor einigen Jahren dessen Odyssee nach.

Friedlich springende Buckelwale, gigantische Eisberge, atemberaubend schöne Gebiete auf Feuerland oder Patagonien – die Welt ist voll von Naturschönheiten. Nur wie lange noch? Gar mancher Besucher mag sich auch das am Ende des 120-minütigen fulminanten Vortrags gefragt haben…

(Fotos: Gert Fabritius)

 

 

 
Autor
Jörg Michael Simmer

jms2016

Jörg Michael Simmer ist seit 2001 Vorsitzender des Vereins "Herborner Heimatspiele e.V.", dem er seit seiner Gründung 1990 angehört. Er ist für die Programmzusammenstellung in der Kulturscheune verantwortlich und seit 1984 aktiver Schauspieler.
 

 

 

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