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Zweiter Auftritt in der KuSch, zum zweiten Mal freute sich Django Asül über ein ausverkauftes Haus. Der türkisch-bayerische Kabarettist sorgte gleich zu Beginn des Jahres für das erste Programm-Highlight.

Im „Rückspiegel“, so der Titel seines Jahresrückblicks, galt der Blick den Höhe- und Tiefpunkten des Jahres 2017 – garniert mit Wortwitz und reichlich beißendem Spott.

Das immer gut gefüllte Weißbierglas hätte der Niederbayer gar nicht gebraucht – Stimme und Pointen waren bestens „geölt“ für seine Erinnerungskultur auf ganz hohem Niveau. Und in ihr sparte Django Asül nichts und niemanden aus. Weder den „Rollmops in Nadelstreifen“ (Donald Trump), noch die „Mensch gewordenen Platzpatrone“ (Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen) oder der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder als „Teamplayer im Scheinheiligenschein“ – sie alle fanden Aufnahme in Asüls „Rückspiegel“.

Und zudem erfuhr man Fakten (oder doch nur Fake News?), von denen man sich fragte, warum man sie zuvor noch nicht gehört hatte. Klar, dass sich CSU’ler Alexander Dobrindt als idealer Verhandlungsführer für Sondierungsgespräche erwiesen hat, wusste er doch als Verkehrsminister, wie man sich in Sackgassen manövriert. Einleuchtend, oder?

Und warum der Berliner Flughafen nicht fertig wird? Die Verzögerung ist wohl nur dem Wunsch der Manager geschuldet, sich bis zu ihrer Verrentung keinen neuen Job mehr suchen zu müssen. Meinte jedenfalls der Kabarettist und hatte auch sprachlich Spannendes zu bieten. Ist Glyphosat ein „Sechsämtertropfen“ für den Acker? Und wie um alles in der Welt hat es die Frauenzeitschrift „Brigitte“ geschafft, innerhalb weniger Minuten die Ehe für alle einführen?

Der Videobeweis im Fußball, der G20-Gipfel in Hamburg, die „Metoo“-Debatte – die Liste der Themen schien kein Ende zu nehmen. Nur eines bedauerte Django Asül nachhaltig – das Scheitern der „Jamaika“-Sondierungen, denn das hätte doch locker zum neuen Mallorca für die Deutschen werden können. Darauf einen Planters Punch. Prost!
(Fotos: Gert Fabritius)

 

 

 
Autor
Jörg Michael Simmer

jms2016

Jörg Michael Simmer ist seit 2001 Vorsitzender des Vereins "Herborner Heimatspiele e.V.", dem er seit seiner Gründung 1990 angehört. Er ist für die Programmzusammenstellung in der Kulturscheune verantwortlich und seit 1984 aktiver Schauspieler.
 

 

 

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