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“Motor des Theaters” in Herborn geehrt

Donnerstag, 02.02.2012  ~  Autor: Uli Geis  ~  Keine Kommentare

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Die Herborner Heimatspieler würdigten schon vor sieben Jahren ihr Engagement, indem sie sie zum Ehrenmitglied ernannten; jetzt hat auch das Land Hessen die Verdienste von Adelheid Simmer honoriert: Zum Abschluss – und Höhepunkt – des Abends “Kulturhochdrei” zeichnete Landrat Wolfgang Schuster die Arbeit der Mitbegründerin des Trägervereins der Kulturscheune (KuSch) mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen aus.
Schuster attestierte Adelheid Simmer, dass sie der “Motor des Theaters in Herborn” sei. Und mit Blick auf ihren Sohn Jörg Michael, der den Verein führt, erklärte der Landrat unter großem Beifall: “Hinter starken Söhnen stehen starke Mütter.”
Ohne Adelheid Simmer wäre das Niveau, das die Theaterszene in der Bärenstadt erreicht hat, nicht denkbar. 1989 habe sie gemeinsam mit Bernd Winnemann nach dem Tod von Erich Zehner die Spielleitung übernommen. Sie habe ein breites Spektrum der Arbeit – von der Platzanweiserin bis zur Regisseurin – abgedeckt. Viele Kostüme des inzwischen riesigen Fundus’ habe Adelheid Simmer zuhause auf einer alten Nähmaschine kreiert. Mittlerweile seien so 250 selbst entworfene Kostüme zusammen gekommen. “Sie tragen dazu bei, dass der Vereinsfundus ständig wächst”, betonte Wolfgang Schuster.
Ohne den Einsatz der 67-Jährigen wären viele aufwändige Inszenierungen nicht möglich gewesen, lobte der Landrat. Deren Erfolg sei nicht nur für den Verein, sondern auch für die Stadt Herborn von großer Bedeutung. Neben den traditionellen Sommerstücken zeichne Adelheid Simmer auch für die Betreuung der beiden Nachwuchs-Ensembles der Herborner Heimatspieler verantwortlich. Außerhalb dieses umfangreichen Aufgabenkanons habe sie gemeinsam mit ihrem Mann Eberhard umfangreiche Spenden für das Projekt KuSch  gesammelt.
Adelheid Simmer wollte diesem Engagement in Grunde nichts Besonderes abgewinnen. Sie habe nichts weiter getan, antwortete sie auf Schusters Laudatio, als ihre staatsbürgerliche Pflicht zum ehrenamtlichen Engagement zu erfüllen. Unter starkem Applaus aus dem Parkett betonte sie: “Wenn sich jeder zwei Stunden in der Woche engagieren würde, sähe Vieles besser aus.”

Über den Autor: Uli Geis

Uli Geis

Uli Geis ist ehemaliger Redakteur der Westfälischen Rundschau und seit geraumer Zeit als Freier Autor im heimischen Raum engagiert. Der passionierte Leichtathlet aus Sinn berichtet über das Geschehen im ehemaligen Dillkreis.

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